Von Helden, Angst und Mut

1. Samuel 17 | 25. Juni 2023

betender Mann am Strand

1. Samuel 17, 1 - 52  (in Auszügen aus der Einheitsübersetzung)

1 Die Philister zogen ihre Truppen zum Kampf zusammen. Sie versammelten sich bei Socho, das zu Juda gehört, und schlugen (…) ihr Lager auf.

2 Auch Saul und die Männer Israels sammelten sich (…) zum Kampf gegen die Philister.

3 Die Philister standen an dem Berg auf der einen Seite, die Israeliten an dem Berg auf der anderen Seite; zwischen ihnen lag das Tal.

4 Da trat aus dem Lager der Philister ein Vorkämpfer namens Goliat aus Gat hervor.

Er war drei Meter groß.

5 Auf seinem Kopf hatte er einen Helm aus Bronze und er trug einen Schuppenpanzer aus Bronze, der über einen Zentner wog.

6 Er hatte bronzene Schienen an den Beinen und zwischen seinen Schultern hing ein Sichelschwert aus Bronze.

7 Der Schaft seines Speeres war so dick wie ein Weberbaum und die eiserne Speerspitze wog vierzehn Pfund. Sein Schildträger ging vor ihm her.

8 Goliat trat vor und rief zu den Reihen der Israeliten hinüber: Warum seid ihr ausgezogen und habt euch zum Kampf aufgestellt? Bin ich nicht ein Philister und seid ihr nicht die Knechte Sauls? Wählt euch einen Mann aus! Er soll zu mir herunterkommen.

9 Wenn er mich im Kampf erschlagen kann, wollen wir eure Knechte sein. Wenn ich ihm aber überlegen bin und ihn erschlage, dann sollt ihr unsere Knechte sein und uns dienen.

10 Und der Philister sagte weiter: Heute habe ich die Reihen Israels verhöhnt (…)

11 Als Saul und ganz Israel diese Worte des Philisters hörten, erschraken sie und hatten große Angst. (…)

16 Der Philister kam jeden Morgen und Abend und stellte sich kampfbereit hin - vierzig Tage lang.

17 Eines Tages sagte Isai zu seinem Sohn David: Nimm für deine Brüder (…) Korn und diese zehn Brote und lauf damit zu ihnen ins Lager.

18 (…) Sieh nach, ob es deinen Brüdern gut geht, (…)

19 Saul ist mit ihnen und all den anderen Israeliten im Terebinthental und sie kämpfen gegen die Philister.

20 (…) Als David zur Wagenburg kam, rückte das Heer gerade in Schlachtordnung aus und ließ den Kampfruf erschallen.

21 Israel und die Philister stellten sich, Reihe um Reihe, zum Kampf auf.

22 David (…) fragte seine Brüder, wie es ihnen gehe.

23 Während er noch mit ihnen redete, trat gerade aus den Reihen der Philister ihr Vorkämpfer, der Philister Goliat aus Gat, hervor; er rief die gewohnten Worte und David hörte es.

24 Als die Israeliten den Mann sahen, hatten sie alle große Angst vor ihm und flohen.

(…)

32 David sagte zu Saul: Niemand soll wegen des Philisters den Mut sinken lassen.  Dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen.

33 Saul erwiderte ihm: Du kannst nicht zu diesem Philister hingehen, um mit ihm zu kämpfen; du bist zu jung, er aber ist ein Krieger seit seiner Jugend.

34 David sagte zu Saul: Dein Knecht hat für seinen Vater die Schafe gehütet. Wenn ein Löwe oder ein Bär kam und ein Lamm aus der Herde wegschleppte,

35 lief ich hinter ihm her, schlug auf ihn ein und riss das Tier aus seinem Maul.

(…)

Der Herr, der mich aus der Gewalt des Löwen und des Bären gerettet hat, wird mich auch aus der Gewalt dieses Philisters retten. Da antwortete Saul David: Geh, der Herr sei mit dir.

38 Und Saul zog David seine Rüstung an; (…) David versuchte in der Rüstung zu gehen, aber er war es nicht gewohnt. Darum sagte er zu Saul: Ich kann in diesen Sachen nicht gehen, ich bin nicht daran gewöhnt. Und er legte sie wieder ab,

40 nahm seinen Stock in die Hand, suchte sich fünf glatte Steine aus dem Bach und legte sie in die Hirtentasche, die er bei sich hatte (…) Die Schleuder in der Hand, ging er auf den Philister zu.

41 Der Philister kam immer näher an David heran; sein Schildträger schritt vor ihm her.

42 Voll Verachtung blickte der Philister David an, als er ihn sah; denn David war noch sehr jung (…)

43 Der Philister sagte zu David: Bin ich denn ein Hund, dass du mit einem Stock zu mir kommst? Und er verfluchte David bei seinen Göttern.

44 Er rief David zu: Komm nur her zu mir, ich werde dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren zum Fraß geben.

45 David antwortete dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des Herrn der Heere, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast.

46 Heute wird dich der Herr mir ausliefern. Ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen. (…) Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.

47 Auch alle, die hier versammelt sind, sollen erkennen, dass der Herr nicht durch Schwert und Speer Rettung verschafft; (…)

48 Als der Philister weiter vorrückte und immer näher an David herankam, lief auch David (…) dem Philister entgegen.

49 Er griff in seine Hirtentasche, nahm einen Stein heraus, schleuderte ihn ab und traf den Philister an der Stirn. Der Stein drang in die Stirn ein und der Philister fiel mit dem Gesicht zu Boden.

50 So besiegte David den Philister mit einer Schleuder und einem Stein; er traf den Philister und tötete ihn, ohne ein Schwert in der Hand zu haben.

51 Dann lief David hin und trat neben den Philister. Er ergriff sein Schwert, zog es aus der Scheide, schlug ihm den Kopf ab und tötete ihn. Als die Philister sahen, dass ihr starker Mann tot war, flohen sie.

52 Die Männer von Israel und Juda aber griffen an, erhoben das Kriegsgeschrei und verfolgten die Philister bis nach Gat und bis vor die Tore von Ekron. (…)

 

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