Jahreslosung 2026

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

Offenbarung 21, 5

 

Was für ein schönes Wort!

Es tut so gut, das zu hören, nach diesem Jahr der Sorge um meine Mutter, die dieses Jahr nur zwischen Pflege und Krankenhaus hin- und hergewechselt ist;
und um meinen Vater, der sich nur schwer an die neue Situation gewöhnt, …
… nach den Abschieden von Freunden und Verwandten, die dieses Jahr heimgegangen sind …
… im persönlichen Kampf gegen die Belastungen in Beruf und Alltag,
… gegen Depression und Traurigkeit …

Alles in mir sehnt sich danach, aber kann ich das überhaupt für mich in Anspruch nehmen?

 

… der Text im Zusammenhang:

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! 

Offenbarung 21, 1 - 5

 

… über die Offenbarung des Johannes:

Das Wort stammt aus dem Buch der Offenbarung des Johannes, dem letzten Buch und Abschluss der Bibel.

Nach gängiger Auslegung wurde das Buch der Offenbarung von einem Propheten geschrieben, der von vielen als der Apostel Johannes angenommen wird, während er auf der Insel Patmos im Exil war. Es richtet sich an die sieben Gemeinden in der römischen Provinz Asien in der heutigen Westtürkei, namentlich Ephesus, Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia und Laodizea. Besonders interessant sind die sogenannten Sendschreiben, die an jede Gemeinde ganz speziell gerichtet sind und jeweils aus der Sicht Gottes auf ihre Situation eingehen.

Da die Christen im römischen Reich sich weigerten, den Kaiser als Gott zu verehren, waren sie immer wieder handfesten Verfolgungen ausgesetzt. Gleichzeitig standen sie deswegen auch immer in der Versuchung, sich der Gesellschaft anzupassen und Kompromisse zu schließen. Zumindest der zweite Aspekt ist auch für uns hier brandaktuell.

Das Buch ist eine prophetische Vision, die Johannes nach eigener Aussage von Jesus Christus empfangen hat, und soll den Gläubigen Mut und Trost spenden in Zeiten von Verfolgung und Bedrängnis.

Am Ende der Offenbarung steht der endgültige Triumph Gottes. Gott erschafft einen neuen Himmel und eine neue Erde, und Johannes sieht das neue Jerusalem, die himmlische Stadt, in der es keinen Schmerz, keine Trauer und keinen Tod mehr gibt – Gott selbst wird mitten unter den Menschen wohnen. 

 

 

Was bedeutet das für mich?

Jesus, ich sehne mich danach, dass Du wiederkommst und bei uns wohnst! Bitte wische auch bei uns alle Tränen ab, mache alles neu!

Aber vor allem: Lass mich beständig bleiben und lehre mich wieder, Deine Stimme schon hier zu hören.

Bitte ordne meine Gedanken und Gefühle, und gib mir dann den Mut und die Kraft, das Gehörte auch umzusetzen, gegen alle inneren Wiederstände und trotz dem Gegenwind, der mir dabei entgegenbläst.

Und wenn mich das Liebgewonnenes kosten sollte, bitte ich Dich, den Schmerz darüber zu heilen und mich in die neue Wirklichkeit zu führen.

01.01.2026 | Erstellt von Renate Katscher