Wort zum Monat Mai

“Doch ich weiß, dass mein Erlöser lebt – als der Letzte wird er über dem Staub stehen.” (Hiob 19, 25)

Liebe Gemeinde, liebe Gäste und Freunde,

mit diesem Bibelwort und einem mutigen Bekenntnis des Hiob grüße ich Euch alle sehr herzlich und wünsche Euch einen hoffnungsvollen und ermutigenden Monat Mai. 

Wir leben in aktuell gesellschaftlich, ebenso wie weltpolitisch sehr bewegenden und herausfordernden Zeiten. Es scheint vieles “den Bach runter zu gehen”. Es gibt sehr viele Fragen, auf die wir nur schwer, angemessene Antworten finden. Die Analysen und Prognosen sind vielerorts eher pessimistisch und oftmals ohne Hoffnung. Wer ist unsere, Deine und meine Hoffnung, gerade in diesen Zeiten? Wer erfüllt Dein Herz “in tiefster” Weise? 

Wie es uns im Alten Testament berichtet wird, hatte Hiob eine für ihn und seine Familie sehr schwere, eigentlich brutale Zeit erleben müssen. Er hatte viele Dinge und Privilegien und es wurde ihm aus unterschiedlichen Gründen alles weggenommen. Er hätte, in dieser Lebensphase menschlich, emotional durchaus verzweifeln oder aufgeben können, wie wir manchmal eventuell auch. Aber er tat es nicht, denn er stellte etwas mit Überzeugung fest:

“Doch ich weiß, dass mein Erlöser lebt …”

Dieses Bekenntnis wünsche ich Dir heute und konkret in den kommenden Tagen unseres Monats Mai als (D)eine Erfahrung! Hiob wusste trotz seiner ungelösten Fragen und Sorgen, dass “ein Jemand” lebte und fest an seiner Seite stand, auch wenn es nicht immer danach aussah. Er wusste, dass “dieser Jemand” nicht irgendwer, sondern “Einer” war, der alles überragte.

“Doch ich weiß, dass mein Erlöser lebt …”

Er sprach über den Erlöser, den Herrn, Gott und Vater im Himmel. In Jesus Christus dürfen wir ihn heute “Abba - Papa” nennen. Jesus ist wirklich unser Erlöser für alle unsere Schuld, Sünde, Verzweiflung und Dunkelheit geworden. Hiob wusste, dass “sein” Erlöser lebte. Weißt Du es auch, dass “Dein” Erlöser lebt? Wenn das stimmt, dass er heute und morgen und “alle Tage” lebt, dann dürfen wir seine Hilfe erbitten und konkret für unsere Situationen erwarten. Sei dabei mutig!

“Doch ich weiß, dass mein Erlöser lebt – als der Letzte wird er über dem Staub stehen.”

Dieses “doch” oder “aber” ist so wertvoll und stark für unsere Zeit und alle Deine Fragen oder unmöglichen Herausforderungen, heute. Es ist ein Wunder, dass Hiob dieses “doch/ aber ich weiß” so mutig aussprach, denn in den Kapiteln vorher werden alle möglichen “Hiobsbotschaften” beschrieben; manche würde sie vielleicht Schicksalsschläge nennen. Doch Hiob gab nicht auf, weil er den Erlöser kannte und sein Eingreifen erwartete. 

Noch einmal möchte ich Dich diesbezüglich fragen, erwartest Du es auch oder hast Du aufgegeben und resigniert? Ich wünsche Dir neue Hoffnung und neue Kraft, um wieder oder um neu in dieses Bekenntnis des Hiob einzustimmen, das eine entscheidende Wahrheit feststellt:

“Doch ich weiß, dass mein Erlöser lebt – als der Letzte wird er über dem Staub stehen.”

 

Viele Grüße,

Torsten Rudzio