Wort zum Monat Mai

Liebe Gemeinde, liebe Freunde und Gäste,

"Der Herr ist auferstanden - er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja!"

So begrüßten sich bereits die ersten Christen, und seitdem prägt dieser Gruß viele Teile dieser Erde am Ostermorgen. Hiermit begrüße ich euch – im Mai 2022 mit einem sehr besonderen Wort Gottes, das wir im Johannesevangelium finden und das uns Hoffnung, Mut und die realen Möglichkeiten unseres Herrn Jesus Christus deutlich machen möchte.

Vieles ist aktuell erschüttert, und sehr viele Fragen sind im Raum und in vielen Herzen. Wir beten und warten auf Lösungen und Antworten. Unberührt und unerschütterlich steht diese Wahrheit aber fest: "Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden." Und als solcher geht er aus Liebe auch durch "verschlossene Türen"!

Viele Türen sind sprichwörtlich verschlossen, viele Menschen haben ihre Türen aus Angst und Sorgen zugeschlossen.

Ganz besonders nach diesen bisherigen "Corona"-Tagen und in dem Kriegselend in der Ukraine, dürfen wir uns deshalb diese Tatsache zusprechen, dass Jesus auferstanden ist und du mit ihm leben und rechnen kannst! Auch in deinen Gebeten, egal wie kurz oder lang sie sind. Es ist so grundsätzlich und wesentlich, dass der Apostel Paulus damals schrieb:

"Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, dann ist unsere Predigt leer, ohne Inhalt, d.h. bedeutungslos, ebenso ist auch euer Glaube leer und ohne Inhalt." 

(1.Korinther 15,14)

Das Grab konnte Jesus nicht festhalten, der schwere Stein konnte Jesus nicht eingesperrt lassen, er wurde zur Seite gerollt – aus diesem Grund dürfen wir mit viel Hoffnung und Mut nach vorne schauen – genau in all' den aktuellen Situationen – so wie sie jetzt sind!

Wir sind eingeladen, die "Osterfreude" mit viel Dank weiter zu feiern! Tun wir das aber? Was "schließt" uns dennoch öfter zu, was hält uns evtl. davon ab, dankbarer zu werden – was schmälert diese Freude? Wer oder was verschließt in uns Hoffnung und Mut?

Leider gibt es so oft die berühmten Sorgen, Kämpfe, offenen Fragen und Warums in unserem Leben, das nicht Gelungene, unser irritiert sein durch "neue/fremde Umstände". Umso mehr möchte ich uns neu und wieder die Osterwahrheit in dieser Hinsicht zusprechen, denn Jesus der Auferstandene ist derjenige, der dir und mir neu begegnen will und dabei auch immer wieder "durch verschlossene Türen geht".

Warum hatten sie sich damals eingeschlossen? Wir lesen  "Aus Furcht vor…….."!

Furcht und Ängste verschließen Türen in unseren Herzen und real, spürbar unter uns Menschen. Damals war es aus Furcht vor den Gegnern Jesu – es war ja auch durchaus begründet.

Furcht und Ängste habe oft auch scheinbare reale Gründe – doch bleiben wir dabei stehen, lassen wir uns durch sie einsperren oder verjagen? Das ist meine Frage. Jesus Christus stellt dazu fest:

"In der Welt habt ihr Angst, doch seid ermutigt, ich habe die Welt überwunden." 

(Johannes 16,33)

Erkennen wir den "Überwinder, den Sieger"?

Welche konkreten Ängste könnten unsere Türen (und unsere Herzen) denn verschließen?

Ich behaupte - wir alle kennen manche Angst, denn sie umgibt uns jeden Tag – 24 Stunden. Es ist unsere Wirklichkeit, die wir sehen und anfassen können, sie ist bei uns und hat Einfluss. Ob unser Körper, die Umwelt, unsere Krankheiten oder Gefährdungen im Leben, unsere Finanzen und z.B. unsere Wohnsituation, ebenso wie unsere Beziehungssituation….

Uns umgeben Menschen verschiedenster Prägung, manche machen uns Angst, wirken zu stark.

Dann gibt es noch die Menschen (und auch Christen), die sich vor Jesus selbst oder Gott, dem Vater fürchten. Da gibt es bei etlichen (vielleicht auch bei dir) die Frage, ob sie Gott zornig gemacht haben und er sie – er dich – jetzt dafür bestrafen wird. Wir erkennen, dass wir immer wieder falsch liegen und laut Bibel "in Sünde geraten". Das stimmt auch, zumindest für mich trifft das immer wieder zu.

Diese Wahrheiten machen uns immer wieder Angst und lösen Zweifel aus. Ich lade uns deshalb ein, der "überlegenen Wahrheit" zu vertrauen, die mit Jesus verbunden ist. Jesus hat immer die "überlegene Wahrheit" – seine Auferstehung beweist das für uns alle.

Dafür hat er vorher am Kreuz von Golgatha alles vollbracht, dafür hat er deine und meine Strafe und Krankheit, bereits getragen. Die entscheidende Frage ist, ob wir das glauben – können/ wollen? Was tat Jesus damals?

Er ging durch verschlossene Türen der Furcht vor……..! Der auferstandene Jesus geht auch durch deine verschlossenen Türen. Wohlgemerkt - er tritt sie nicht ein, er zerstört sie nicht! Es ist (s)ein Angebot an dich. Nehmen wir es selbst an?

Jesus hat sozusagen alle Möglichkeiten, um hinter unsere verschlossenen Türen zu kommen um uns zu helfen. Dass wir immer noch die freie Entscheidung haben – d.h., ob wir unsere Türen öffnen oder nicht – sehen wir an den Leuten Jesu damals! Denn acht Tage später, waren sie immer noch "drinnen", d.h. trotz dieser Jesus-Begegnung bleiben ihre Türen zunächst zu.

Für immer, in jeder Weise – für uns alle, sein Werk der Gnade (unverdienter Gunst/Zuwendung) ist komplett und für immer vollendet.

Sein "Frieden sei mit euch und mit dir" gilt für heute und besonders die kommenden Wochen und Monate. Ich spreche ihn dir heute zu – Friede sei mit dir – es wird alles gut!

Was tat Jesus damals noch im Raum der verschlossenen Türen?

Er ließ sich berühren!
Er sagte "Siehe meine Hände…lege deine Hand und lege sie in meine Seite (d.h. Wunden)."

Was für ein Liebesbeweis von Jesus an uns. Es bedeutet mit anderen Worten folgendes: Jesus ließ seine eigenen "wunden Stellen" bewusst von seinen Leuten sehen und anfassen. Er versteckte sie nach seiner Auferstehung nicht – wir tun es leider ziemlich oft, aus Furcht. Jesus hätte nach seiner Auferstehung leicht sagen können, "hat ja gar nicht so weh getan, was soll´s, vergessen wir es."

Genau das tat er nicht – tun wir das, wenn ja – muss es so bleiben? Ich denke, nein.

Der auferstandene Jesus lässt seine Wunden berühren, weil er weiß, wie unser Leben wirklich ist und was uns wirklich trifft oder treffen wird. Wir werden ebenfalls "Lebenswunden" erhalten und spüren. Er liebt uns, und er sendet uns. Aus diesem Grund stellte er damals fest: "Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch."  Sozusagen "brutto" mit allem.

Ostern, die Wirklichkeit der Auferstehung Jesu ist ein unendlich großes Geschenk an uns alle, freue dich darüber, juble, werde mit neuer Kraft erfüllt und lass dich mit Dank erfüllen.

Wir alle können etwas von Jesus weitergeben – andere Menschen warten genau darauf. Sie warten auf deine Worte, vielleicht deinen Anruf, deine E-Mail, Whats App, deine Karte oder auf dein Gebet. Die Auferstehungskraft ist uns zugesagt, empfange sie neu, und werde davon begeistert und erfüllt. Denn "Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!"

Wie schreibt es Paulus im Epheserbrief:

"Ihr sollt erfahren, wie überwältigend groß die Kraft ist, mit der Gott an uns den Glaubenden wirkt. Es ist dieselbe gewaltige Kraft, mit der er an Christus gewirkt hat, als er ihn vom Tod auferweckte." 

(Epheser 1,19)

Möge diese Zusage durch alle unsere "verschlossenen Türen" gehen, sie öffnen und uns im Herzen und in unserem Verhalten, erreichen. Für unsere Gemeinde in Erlangen, wünsche ich mir sehr, dass unsere Zukunft von weit offenen Türen – in jeder Weise – geprägt ist!

Ich wünsche uns allen auch nach diesem Osterfest 2022 eine ganz besondere Begegnung mit Jesus Christus, dem Herrn und Retter, dem Freund und der einzigen überlegenen Wahrheit unseres Lebens.

Euer Torsten Rudzio