Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!

Letztes Jahr haben wir uns einen langgehegten Wunsch erfüllt und eine Reise nach Israel gemacht, in das Land, in dem unsere Religion wurzelt, in dem Jesus Christus aufgewachsen ist, er gewirkt hat, gelitten und gestorben, aber auch auferstanden ist. 

Wir haben einen modernen, innovativen, multikulturellen und weltoffenen, quirligen Staat kennengelernt, dessen Menschen uns mit ihrer Fröhlichkeit und Lebensfreude beeindruckt haben. Am meisten beeindruckt hat mich, dass wir gerade auch als Deutsche mit offenen Armen empfangen worden sind. Eine Szene wird mir immer in Erinnerung bleiben: Auf einer Fahrt über den See Genezareth wurden nacheinander erst die deutsche Nationalhymne eingespielt und danach die israelische. Ich hatte vorher von diesem Brauch gehört und mich ehrlich davor gefürchtet. Als dann aber die letzten Töne verklungen waren, meinte unser israelischer Reiseleiter ganz einfach: “Jetzt seid Ihr wirklich willkommen!” Das hat mich sehr berührt.

Bei unserem Aufenthalt haben wir auch ein kleines Land mit einer lebendigen Demokratie gesehen, die einzige im nahen Osten, die bei allen Auseinandersetzungen tief in den Menschen verwurzelt ist, obwohl der israelische Staat gerade mal seit 1948 besteht und seitdem Millionen von Menschen aus aller Welt integriert hat, die zum beträchtlichen Teil aus Gebieten ohne demokratischen Hintergrund kommen. Ohne alles gut zu finden, was dort geschieht: Gott steht zu seinem Bund mit seinem Volk und zu seinen Verheißungen, bei allen äußeren und inneren Bedrohungen!

Mein großer Wunsch und Herzensangelegenheit ist Frieden für Israel, Frieden für Jerusalem, Frieden zwischen den Religionen, Frieden für Juden und Palästinenser, und dass alle Einwohner dieses Landes, auch in den Autonomiegebieten, einen Weg finden, miteinander zu leben und einander zu akzeptieren. Das wird nicht ohne eine Veränderung in den Herzen der Menschen gehen, die nur Gott bewirken kann.

Die furchtbaren Ereignisse der letzten Monate, die Terroranschläge der Hamas, die mit unvorstellbarer Grausamkeit unschuldige Menschen in den Kibbuzen rund um den Gazastreifen überfallen, gequält und getötet haben, und das Bombardement des Gazastreifens und militärische Vorgehens Israels, das Millionen Menschen ins Elend gestürzt hat, haben anschaulich vor Augen geführt, wie weit wir noch von diesem Frieden entfernt sind.

Lasst uns also dafür beten und dafür eintreten!

Eure Renate

 


 

Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR.

Tochter Zion freue Dich

Das Webteam wünscht Euch

Fröhliche Weihnachten!


Jesus wird geboren

1 In dieser Zeit befahl Kaiser Augustus, alle Bewohner des Römischen Reiches in Steuerlisten einzutragen.

2 Eine solche Volkszählung hatte es noch nie gegeben. Sie wurde durchgeführt, als Quirinius Statthalter in Syrien war.

3 Jeder musste in seine Heimatstadt gehen, um sich dort eintragen zu lassen.

4 So reiste Josef von Nazareth in Galiläa nach Bethlehem in Judäa, der Geburtsstadt von König David. Denn er war ein Nachkomme von David und stammte aus Bethlehem.

5 Josef musste sich dort einschreiben lassen, zusammen mit seiner Verlobten Maria, die ein Kind erwartete.

6 In Bethlehem kam für Maria die Stunde der Geburt.

7 Sie brachte ihr erstes Kind, einen Sohn, zur Welt. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe im Stall, denn im Gasthaus hatten sie keinen Platz bekommen.

Die Hirten auf dem Feld

8 In dieser Nacht bewachten draußen auf den Feldern vor Bethlehem einige Hirten ihre Herden.

9 Plötzlich trat ein Engel des Herrn zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie. Die Hirten erschraken sehr,

10 aber der Engel sagte: »Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllen wird:

11 Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der versprochene Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr.

12 Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe!«

13 Auf einmal waren sie von unzähligen Engeln umgeben, die Gott lobten:

14 »Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.«

15 Nachdem die Engel in den Himmel zurückgekehrt waren, beschlossen die Hirten: »Kommt, wir gehen nach Bethlehem. Wir wollen sehen, was dort geschehen ist und was der Herr uns verkünden ließ.«

16 Sie machten sich sofort auf den Weg und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Futterkrippe lag.

17 Als sie es sahen, erzählten die Hirten, was ihnen der Engel über das Kind gesagt hatte.

18 Und alle, die ihren Bericht hörten, waren darüber sehr erstaunt.

19 Maria aber merkte sich jedes Wort und dachte immer wieder darüber nach.

20 Schließlich kehrten die Hirten zu ihren Herden zurück. Sie lobten Gott und dankten ihm für das, was sie gehört und gesehen hatten. Es war alles so gewesen, wie der Engel es ihnen gesagt hatte.

Jesus wird als Retter erkannt

21 Am achten Tag nach der Geburt wurde das Kind beschnitten, wie es üblich war. Es erhielt den Namen Jesus; den hatte der Engel genannt, noch ehe Maria das Kind empfangen hatte.

22 Als die Zeit vorüber war, in der laut dem Gesetz von Mose eine Frau nach der Geburt als unrein gilt, brachten Josef und Maria das Kind nach Jerusalem, um es dem Herrn zu weihen.

23 Denn im Gesetz des Herrn heißt es: »Jeder älteste Sohn und jedes erstgeborene männliche Tier sollen dem Herrn gehören.«

24 Gleichzeitig brachten sie auch das vorgeschriebene Reinigungsopfer für Maria dar: Man musste zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben opfern.

25 Damals wohnte in Jerusalem ein Mann namens Simeon. Er lebte nach Gottes Willen, hatte Ehrfurcht vor ihm und wartete voller Sehnsucht auf den Retter Israels. Der Heilige Geist ruhte auf Simeon,

26 und durch ihn wusste er, dass er nicht sterben würde, bevor er den Christus, den vom Herrn gesandten Retter, gesehen hätte.

27 Vom Heiligen Geist geführt, war er an diesem Tag in den Tempel gegangen. Als Maria und Josef ihr Kind hereinbrachten, um es – wie im Gesetz vorgeschrieben – Gott zu weihen,

28 nahm Simeon Jesus in seine Arme und lobte Gott:

29 »Herr, du hast dein Wort gehalten, jetzt kann ich, dein Diener, in Frieden sterben.

30 Ich habe es mit eigenen Augen gesehen: Du hast uns Rettung gebracht,

31 die ganze Welt wird es erfahren.

32 Dein Licht erleuchtet alle Völker, und deinem Volk Israel bringt es Größe und Herrlichkeit.«

33 Maria und Josef wunderten sich über seine Worte.

34 Simeon segnete sie und sagte dann zu Maria: »Gott hat dieses Kind dazu bestimmt, die Israeliten vor die Entscheidung zu stellen: ob sie zu Fall kommen oder gerettet werden. Durch ihn setzt Gott ein Zeichen, gegen das sich viele auflehnen werden.

35 So zeigt er, was in ihrem Innern vor sich geht. Der Schmerz darüber wird dir wie ein Schwert durchs Herz dringen.«

36 An diesem Tag hielt sich auch die alte Prophetin Hanna im Tempel auf, eine Tochter von Phanuël aus dem Stamm Asser. Sie war nur sieben Jahre verheiratet gewesen,

37 seit langer Zeit Witwe und nun eine alte Frau von 84 Jahren. Hanna brachte ihre ganze Zeit im Tempel zu. Um Gott zu dienen, betete und fastete sie Tag und Nacht.

38 Während Simeon noch mit Maria und Josef sprach, trat sie hinzu und begann ebenfalls, Gott zu loben. Allen, die auf die Rettung Jerusalems warteten, erzählte sie von diesem Kind.

39 Nachdem Josef und Maria alle Vorschriften erfüllt hatten, die das Gesetz des Herrn fordert, kehrten sie nach Nazareth in Galiläa zurück.

40 Das Kind wuchs gesund heran, erfüllt mit göttlicher Weisheit, und Gottes Segen ruhte sichtbar auf ihm.