Wort zum Monat April

Da ging Maria aus Magdala zu den Jüngern zurück. Ich habe den Herrn gesehen, verkündete sie und erzählte ihnen, was er zu ihr gesagt hatte. | Johannes 20,18 NGÜ

North mosaic 01 - Resurrection Chapel - National Cathedral - DC

Maria bleibt

Maria von Magdala sucht die Nähe Jesu,
selbst in der größten Katastrophe.
Sie harrt bei Jesus aus
in seiner schwersten Stunde,
auch wenn sie nicht versteht, was da passiert
und alles rätselhaft erscheint.
Sie bleibt dabei und hält es aus.
Hatte er nicht Tote auferweckt und einen Sturm gestillt
und nun soll er am Kreuz sterben.
Wie kann das sein?

Der Tod am Kreuz kann sehr lange dauern
und er ist unausweichlich.
Niemand hilft,
aber sie bleibt da,
sie teilt sein Leid,
sie lässt ihn nicht allein.

Sie bleibt dabei, als Jesus in ein Grab gelegt wird,

sie kommt am folgenden Tag, um nach dem Grab zu sehen und den Leichnam Jesu zu salben.

Sie steht Jesus bei bis in den Tod und darüber hinaus
ohne zu verstehen,
ohne gute Ratschläge,
ohne Erklärung,
ohne Vorwürfe.
Sie bleibt einfach da und sucht seine Nähe
oder das, was davon übrig geblieben ist,

und dann, als alle anderen weg sind, sich einsperren oder wieder fischen gehen,

geschieht das Wunder.

Christus, der Auferstandene, begegnet ihr, spricht mit ihr.

„Da ging Maria aus Magdala zu den Jüngern zurück. Ich habe den Herrn gesehen!, verkündete sie und erzählte ihnen, was er zu ihr gesagt hatte.“
Johannes 20,18 NGÜ

 

Markus von Linden

 

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