Wort zum Monat Mai 2020

Gedanken zur Bibelstelle

1. Petrusbrief 4, 10

Aus dem Auge aus dem Sinn

Dieser Satz trifft zur Zeit häufig zu. Wir sehen uns nicht mehr. Und daraus folgend denken wir nicht mehr aneinander. Die soziale Distanzierung trennt uns auch innerlich voneinander. Wir ziehen uns in unser Schneckenhaus zurück und sind auf uns selbst zurückgeworfen.

Dem gegenüber steht ein Vers aus dem 1. Petrusbrief Kapitel 4, Vers 10.

Jeder soll dem anderen mit der Gabe dienen, die er von Gott bekommen hat. Wenn ihr das tut, erweist ihr euch als gute Verwalter der Gnade, die Gott uns in so vielfältiger Weise schenkt. (Neue Genfer Übersetzung)

Gott hat jeden von uns mit ganz individuellen Gaben beschenkt. Jetzt ist die Zeit, diese Gaben für den Mitmenschen einzusetzen. Auch für denjenigen, den wir gerade nicht sehen.

Schließe deine Augen im Gebet und warte darauf, welchen Menschen der Vater im Himmel dir vor dein inneres Auge stellt. Nimm Kontakt mit diesem Menschen auf. Ein Anruf, ein Brief, eine Email. Was immer für dich passt, ist hilfreich. Im Austausch miteinander wirst du merken, wie du mit deinen Gaben dem anderen dienen kannst.

Markus von Linden