Wort zum Monat Juni 2021

Gedanken zur Bibelstelle

Apg 5, 29

Neues Leben


 

Was tun, wenn das alte Leben verbraucht und verschlissen ist, seinen Sinn verloren hat, nicht mehr lebendig ist. Wo findet sich neues, frisches Leben. Ein Leben, dass Sinn hat, das sich nicht verbraucht, das nicht mit dem Körper altert, das über den Tod hinaus lebendig bleibt. Wo ist dieses neue Leben zu finden? Wer kann es schenken? Wer weiß den Weg dorthin?

Es gibt eine Botschaft, die Jesus Christus auf diese Erde und zu den Menschen gebracht hat und die zum Leben führt. Es ist die Botschaft von Gott, der sich mit uns versöhnt hat. Die Botschaft von einem Gott, der einen hohen Preis für diese Versöhnung bezahlt hat: Das Leben seines einzigen Sohnes.

Der auferstandene Jesus hat seine Jünger beauftragt, diese Botschaft zu verbreiten. Und in der Apostelgeschichte lesen wir von einem Engel, der diesen Auftrag konkret wiederholt: "Geht in den Tempel, tretet vor das Volk und verkündet unerschrocken die Botschaft, die der Herr gebracht hat und die zum Leben führt!" (Apg 5,20) Die Apostel folgen diesem Aufruf umgehend, gehen in den Tempel und klären das Volk über dieses neue Leben auf.

Gelingt uns das heute auch noch? Die Botschaft unerschrocken zu verbreiten? Oder sind wir eher zaghaft oder ängstlich. Oder kraft- und mutlos? Oder fürchten wir, nicht ausreichend politisch korrekt zu sprechen? Die Apostel sagen: "Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen." (Apg 5,29). Das sagen sie unter dem Eindruck einer Festnahme. Wir stehen in Deutschland nicht unter Verfolgung. Wir müssen nicht mit Inhaftierung rechnen, wenn wir Jesu Botschaft verbreiten. Und doch sind wir recht zurückhaltend dabei.

Der Monatsvers will uns Mut machen, Jesu wertvolle Botschaft vom neuen Leben weiterzugeben:

"Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen." (Apg 5,29)

Er kann uns die Ängstlichkeit nehmen. Er kann uns Kraft und Mut schenken, seine Botschaft vom neuen Leben weiterzugeben. Er kann uns die richtigen Worte zur rechten Zeit schenken, die wachrütteln ohne zu verletzen.

Markus v. Linden