Wort zum Monat Oktober 2019

Gedanken zur Bibelstelle Jesaja 43,18-19

Denkt nicht mehr daran, was war und grübelt nicht mehr über das Vergangene.

Schaut hin; ich mache etwas Neues; schon keimt es auf. Seht ihr es nicht? Ich bahne einen Weg durch die Wüste und lasse Flüsse in der Einöde entstehen.

Jesaja 43, 18 - 19

 

Liebe Leser,

eine Welle geht durch unsere Gemeinde, wie bei einem Teich, in den jemand einen großen Stein hineingeworfen hat. Vor ca. zwei Monaten entstand im Ältestenkreis der Eindruck: So wie bisher können und wollen wir Gemeinde nicht mehr denken und leben. Wir beobachten seit längerem bestimmte Erosionsprozesse, wie mangelnde Bereitschaft zur Mitarbeit, Menschen verlassen aus den verschiedensten Gründen unsere Gemeinschaft, allgemein eine gewisse Ermüdung und Lähmung etc. 

Wüste und Einöde passt da auch schon irgendwie.

Dabei haben wir den Eindruck, dass nicht grundsätzlich alles falsch ist, was und wie wir es bisher gemacht haben. Aber unser Umfeld hat sich verändert und damit die Bedürfnisse und Erwartungen an Gemeinde und Vieles hat sich eingeschliffen und abgenutzt, ist zur staubigen Routine geworden.

Diese Beobachtungen und noch mehr haben auch die Gemeindeleitung überzeugt, dass sich etwas – besser dass wir uns verändern, erneuern lassen müssen. Diese Erkenntnis wirkte erst einmal erschütternd, aber gleichzeitig befreiend.

Es war jetzt einmal ausgesprochen und wir waren uns in der Bewertung der Situation absolut einig. Es keimte auch die Hoffnung auf, dass Gott aus unserem jetzigen Zustand etwas Neues wachsen lassen wird. Aber wir haben keine Ahnung wie das aussehen wird und wie wir dahin kommen.

Mit diesen Gedanken und Impulsen sind wir in die Gemeindeversammlung.

Und auch hier das selbe: Alle sind sich einig -  Es muss sich was ändern.

Viele dachten:  na endlich!

Jetzt gibt es natürlich die unterschiedlichsten Ideen und Vorstellungen unter uns, was sich denn wie ändern müsste. Und das ist auch gut so!

Aber bei all dem dürfen wir nicht vergessen, dass die Initiative von Gott ausgeht.

Er lässt etwas Neues aufwachsen. Unsere Aufgabe ist es gemeinsam hin zu schauen und es mit Gott zusammen zu entwickeln.

Deshalb wollen wir als Leitung Plattformen schaffen, auf denen es möglich sein wird im Hören und Gespräch miteinander und mit Gott die neue Gestalt der Gemeinde heraus zu schälen:

  1. Spezielle Gebetszeit am Sonntag morgen, um bewusst in die Gegenwart Gottes zu treten.
  2. Kleingruppenprojekt:  Glaubensriesen – Seelenzwerge (läuft bereits)
  3. Aufgeweckt Tage
  4. Diverse Gesprächsforen
  5. Hörendes Gebet

Falls ihr Fragen oder weitere Anregungen habt, sprecht jemand aus der Gemeindeleitung an.

Bewusst wenden wir uns hier an alle die unserer Gemeinde verbunden sind, egal ob Gemeindemitglied oder nicht.

In Jesus verbunden

Rudi Baumgartl