Wort zum Monat Februar 2019

Gedanken zur Bibelstelle Römer 8,18

Heutige Leiden mit zukünftiger Herrlichkeit zu vergleichen, ist schwierig. Das Hier und Jetzt ist uns schließlich viel näher als eine Zukunft, von der wir irgendwie überhaupt nicht wissen, wann sie sein soll und auch nur eine vage Vorstellung darüber haben, wie sie aussehen wird.

In der Rückschau erscheinen manche schweren Stunden leichter, als es sich für den anfühlt, der sich in der Situation befindet. Denn in der Rückschau wissen wir, wie es ausgegangen ist. Und wenn der Ausgang gut war, lässt sich vieles im  Nachhinein verkraften. In der Situation, wenn zum Beispiel eine schwere Krank- heit unser Leben bedroht, sieht es schon schwieriger aus. Wir wissen nicht, wie  es ausgeht, und wo wir uns am Ende wiederfinden.

Paulus will uns Hoffnung machen, dass der Vater im Himmel alles am Ende zum Guten wenden wird. Diese Hoffnung zeugt von seinem großen Vertrauen in den Vater, der alles zum Guten wendet. Je größer mein Vertrauen in den Vater ist, umso eher kann ich einen solchen Satz voller Überzeugung sagen:

Paulus: Im übrigen meine ich, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen, wenn wir an die Herrlichkeit denken, die Gott bald sichtbar machen und an der er uns teilhaben lassen wird. Römer 8,18

Ein Schlüssel zum Vertrauen auf die zukünftige Herrlichkeit mag im daran denken liegen: Wenn wir uns diese zukünftige Herrlichkeit lebendig vor Augen führen, bringen wir sie gleichsam in die Gegenwart. Dort kann sie mit Hilfe des Heiligen Geistes ihre Wirkung entfalten: unseren Glauben und unser Vertrauen stärken.

Markus von Linden