Was zählt wirklich vor Gott ?

Predigt zur Bibelstelle Römer 4, 1 - 3

1 Was sagen wir denn von Abraham, unserm leiblichen Stammvater? Was hat er erlangt?

2 Das sagen wir: Ist Abraham durch Werke gerecht, so kann er sich wohl rühmen, aber nicht vor Gott.

3 Denn was sagt die Schrift? "Abraham hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden."

 

 

 

Kurze Zusammenfassung:

  • Einer der Ausgangspunkte der Reformation war Luthers Frage: Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?
  • Von der Sache her ist die Frage bis heute aktuell angesichts einer boomenden Spiritualität, wo Menschen danach fragen, was sie tun müssen, damit Gott (was immer sie sich darunter vorstellen) mit ihnen zufrieden ist.
  • Auch Christen stellen sich mitunter diese Frage: Was muss ich tun/wieviel muss ich tun, damit Gott mich annimmt/mit mir zufrieden ist?
  • Paulus stellt diese Frage von einem jüdischen Kontext her: Wie werde ich Mensch vor Gott gerecht? Die Gebote halten!
  • ´Gerecht`wird bei Paulus nicht im moralischen Sinne verwendet, sondern als Beziehungsbegriff: es Gott recht machen - recht vor Gott stehen.
  • Paulus stellt Abraham als Beispiel hin, aber nicht sein Handeln und Wirken. Damit kann er vor Menschen gut dastehen, aber nicht vor Gott.
  • Was ist es, was Abraham zur Gerechtigkeit gerechnet wurde? Abraham aber glaubte Gott! Das ließ ihn recht vor Gott stehen.
  • Vor allem Tun steht die Vertrauensbeziehung, mit der ich mich an Gott binde: Der Glaube!