Was willst du, Gott?

Predigt zur Bibelstelle Micha 6, 6 - 8

6 "Womit soll ich vor den HERRN treten, mich beugen vor dem Gott der Höhe? Soll ich vor ihn treten mit Brandopfern, mit einjährigen Kälbern?

7 Wird der HERR Gefallen haben an Tausenden von Widdern, an Zehntausenden von Bächen Öls? Soll ich meinen Erstgeborenen geben für mein Vergehen, die Frucht meines Leibes für die Sünde meiner Seele?"

8 "Man hat dir mitgeteilt, Mensch, was gut ist. Und was fordert der HERR von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben und bescheiden zu gehen mit deinem Gott?"

 

Kurze Zusammenfassung:

  • Fragen, die oft gestellt werden: Was ist Gottes Wille? Was will Gott? Und wie treten wir angemessen in seine Gegenwart?
  • Das Gottesvolk fragt Gott: Welche Qualität ist gut genug? Welche Quantität reicht ihm? Welches Maß an Hingabe ist nötig? Wann ist Gott zufrieden mit uns?
  • Gott macht deutlich: Es geht nicht um religiöse Pflichten, sondern um unser Herz. Es geht ihm um Liebe! (Markus 12,33!)
  • Seinem Volk damals antwortet er: Ihr wisst doch längst, was ich will! Das Wissen ist nicht unser Problem, sondern das Tun.
  • Recht tun = auch: sich dafür einsetzen, dass andere zu ihrem Recht kommen. Der schönste Lobpreis kann einen Mangel an Gerechtigkeit nicht ersetzen.
  • Güte lieben = Recht tun allein kann kalt sein, eine Beziehungsqualität kommt dazu: die Güte lieben.
  • Demütig gehen mit deinem Gott = kein dritter Punkt, sondern die Klammer, die alles umfasst: mit Gott gehen (neutestamentlich: Nachfolge).
  • Die drei letzten Wörter des Textes: mit deinem Gott. Die persönliche Beziehung wird noch einmal hervorgehoben.