Stückwerk

Predigt zur Bibelstelle 1.Korinther 13, 9 - 12

9 Denn Stückwerk ist unser Erkennen und Stückwerk unser prophetisches Reden.

10 Wenn aber das Vollkommene kommt, dann wird zunichte werden, was Stückwerk ist.

11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, überlegte wie ein Kind. Als ich aber erwachsen war, hatte ich das Wesen des Kindes abgelegt.

12 Denn jetzt sehen wir alles in einem Spiegel, in rätselhafter Gestalt, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt ist mein Erkennen Stückwerk, dann aber werde ich ganz erkennen, wie ich auch ganz erkannt worden bin.

 

Kurze Zusammenfassung:

  • In der Gemeinde in Korinth werden viele Fragen sehr kontrovers diskutiert.
  • Paulus stellt zwei Kategorien im Kontrast gegeneinander: Jetzt und Dann.
  • Das Jetzt ist die Zeit, in der wir mittendrin sind.
  • Das Dann beschreibt er als das Vollkommene (das, über das hinaus es keine Steigerung mehr gibt). Gemeint ist hier die Vollendung, wenn Gott mit dieser Welt zu ihrem Ziel gekommen ist. Dann werden wir Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. 
  • Das Jetzt ist gekennzeichnet vom Unvollkommenen. Im Jetzt sehen wir nur bruchstückhaft. Wir sehen Gott nur mittelbar wie in einem Spiegel, nicht unmittelbar von Angesicht zu Angesicht.
  • Im Jetzt ist auch alle Erkenntnis immer nur Stückwerk: All unser Denken und Erkennen unterliegt der Vorläufigkeit und Korrekturbedürftigkeit. Es ist biblisch, dass wir nicht auf alle Fragen eine Antwort haben und Lernende bleiben.
  • Wenn das Vollkommene kommt, steht am Ende die Beziehung zu dem Herrn, der sich uns in seiner Liebe zugewandt hat, denn: Alles Irdische vergeht, aber die Liebe bleibt.