Strafe Gottes

Predigt zur Bibelstelle Lukas 13, 1-5

1 Zu dieser Zeit waren aber einige zugegen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte.

2 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie dies erlitten haben?

3 Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.

4 Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und sie tötete; meint ihr, dass sie vor allen Menschen, die in Jerusalem wohnen, Schuldner waren?

5 Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.


kurze Zusammenfassung der Predigt:

  • Wenn Unglücke oder Katastrophen passieren, fragen viele Menschen: Warum hat es gerade diese Menschen getroffen?
  • Manche behaupten: Das ist eine Strafe Gottes!
  • Jesus lehnt das darin zum Ausdruck kommende pharisäische Vergeltungsdenken ab und überrascht mit einer provozierenden Antwort.
  • Er macht deutlich: Die Frage ist nicht, warum es jene getroffen hat, sondern warum es mich nicht getroffen hat. Es gibt keine Unschuldigen vor Gott.
  • Dass Menschen umkommen, ist in der Welt nach dem Sündenfall nicht überraschend, sondern vielmehr, dass Gott gnädig und barmherzig ist und es vielen so gut geht.
  • Damit lehnt er die Interpretation des Unglücks als Strafe Gottes ab.
  • Seine Botschaft an seine Hörer: Wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle (!) ebenso umkommen. Dann wird auch euer Leben im Tod enden.
  • Buße tun: wörtlich - den Sinn/die Gesinnung ändern. Im weiteren Sinn: umkehren. Nicht als einmaliges Ereignis, sondern als lebenslanger Prozess.
  • Katastrophen und Unglücke mahnen uns, uns selber zu prüfen: Bin ich mit Gott und Menschen im Reinen? Habe ich die richtigen Prioritäten? Habe ich seine Einladung schon angenommen?