Glaube

Predigt zur Bibelstelle 1. Mose 15, 1-6

1 Nach diesen Geschichten begab sich's, dass zu Abram das Wort des HERRN kam in einer Erscheinung: Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn. 2 Abram sprach aber: Herr HERR, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder und mein Knecht Eliëser von Damaskus wird mein Haus besitzen. 3 Und Abram sprach: Mir hast du keine Nachkommen gegeben; und siehe, einer aus meinem Haus wird mein Erbe sein. 4 Und siehe, der HERR sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein, sondern der von deinem Leibe kommen wird, der soll dein Erbe sein. 5 Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Sieh gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? Und sprach zu ihm: So zahlreich sollen deine Nachkommen sein! 6 Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.

 

kurze Zusammenfassung der Predigt:

  • Was Christen über alle Unterschiede hinweg verbindet, ist der gemeinsame Glaube an Jesus Christus.
  • Was es mit dem Glauben auf sich hat, was Glaube überhaupt ist, führt uns die Bibel mit vielen Geschichten vor Augen.


Die Geschichte in Genesis 15,1-6:

  • Abraham wird immer wieder als Glaubensvorbild dargestellt.
  • Abraham hat von Gott eine große Berufung und Verheißung bekommen und es gewagt, diesem Ruf zu folgen.
  • Er hadert in dieser Gottesbegegnung mit Gott und tritt grundehrlich mit ihm ins Gespräch, dass die Verheißungen über all die Jahre nicht eingetroffen sind.
  • Gott reagiert liebevoll und geduldig und betont, dass die Verheißungen nach wie vor in Geltung stehen.
  • Abraham wagt es von Neuem, Gott zu vertrauen.


Glaube:

  • Abraham glaubt: Er vertraut Gott. Glaube ist Vertrauen. Vertrauen, dass sich immer wieder neu bewähren will und nie ein fertiger Besitz ist.
  • Der Begriff in der Sprache der Bibel bedeutet: sich festmachen. Glaube ist also ein Sich-Festmachen an Gott und seinen Verheißungen.
  • Das ist weit mehr als ein Für-wahr-halten von Dingen. Das ist eine feste Beziehung, die gelebt wird.
  • Glaube/Vertrauen entsteht durch Kennenlernen, Begegnung und Erfahrung einerseits und durch das Hören des Evangeliums andererseits.
  • Es geht um das Wagnis, sich im Vertrauen auf Gott einzulassen und bei ihm festzumachen.
  • Wo Menschen das tun, ist es recht vor Gott. (Er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.)
  • Der Begriff ´Gerechtigkeit` wird anders gefüllt als wir es heute tun: Wenn ein Mensch im rechten Verhältnis zu Gott steht, spricht Gott ihm Gerechtigkeit zu.
  • Der Glaube und das Vertrauen stellt uns ins rechte Verhältnis zu Gott.