Gebt ihr ihnen!

Predigt zur Bibelstelle Lukas 9, 10 - 17

10 Und als die Apostel zurückkehrten, erzählten sie ihm alles, was sie getan hatten; und er nahm sie mit und zog sich abseits zurück nach einer Stadt mit Namen Betsaida.

11 Als aber die Volksmengen es erfuhren, folgten sie ihm; und er nahm sie auf und redete zu ihnen vom Reich Gottes, und die Heilung brauchten, machte er gesund.

12 Der Tag aber begann sich zu neigen, und die Zwölf traten herbei und sprachen zu ihm: Entlass die Volksmenge, dass sie in die Dörfer ringsum und auf die Höfe gehen und Herberge und Speise finden! Denn hier sind wir an einem öden Ort.

13 Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie aber sprachen: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische - es sei denn, dass wir hingingen und für dieses ganze Volk Speise kauften.

14 Denn es waren etwa fünftausend Männer. Er sprach aber zu seinen Jüngern: Lasst sie sich in Gruppen zu je fünfzig lagern!

15 Und sie taten so und ließen alle sich lagern.

16 Er nahm aber die fünf Brote und die zwei Fische, blickte auf zum Himmel und segnete sie; und er brach sie und gab sie den Jüngern, damit sie der Volksmenge vorlegten.

17 Und sie aßen und wurden alle gesättigt; und es wurde aufgehoben, was ihnen an Brocken übrig geblieben war, zwölf Handkörbe voll.

 

Kurze Zusammenfassung:

  • Dienstbesprechung mit Jesus: Die Jünger kommen aus dem Praktikum zurück und berichten, was sie erlebt haben. Eine wichtige Grundlage auch für alles, was wir als Haupt- oder Ehrenamtliche tun: Dienstbesprechung mit Jesus, alles mit ihm ins Gespräch bringen.
  • Viele Menschen kommen zu Jesus: Er weist keinen zurück, aber ist auch nicht einfach ihr Wunscherfüller. Er wendet sich den Menschen in Wort und Tat zu.
  • Die Jünger machen eine Situationsanalyse, erarbeiten eine Lösung und wollen Jesus ´beauftragen`: Jetzt mach mal, Jesus! Machen wir es manchmal ähnlich?
  • Jesus beauftragt hingegen die Jünger: Gebt ihr ihnen! Auf den ersten Blick eine absolute Unmöglichkeit.
  • Zunächst strukturiert Jesus die große Aufgabe.
  • Dann nimmt er das Wenige, das da ist, segnet es und gibt es den Jüngern, dass sie es weitergeben.
  • Entscheidend: Das Wenige, das wir haben, loslassen und in Gottes Hände geben, dass er etwas daraus macht.
  • Am Ende hatten die Jünger mehr als zuvor.