Von der Klage zum Vertrauen

Predigt zur Bibelstelle Psalm 13

1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2 HERR, wie lange willst du mich so ganz vergessen? Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?

3 Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele / und mich ängsten in meinem Herzen täglich? Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben?

4 Schaue doch und erhöre mich, HERR, mein Gott! Erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tode entschlafe,

5 dass nicht mein Feind sich rühme, er sei meiner mächtig geworden, und meine Widersacher sich freuen, dass ich wanke.

6 Ich traue aber darauf, dass du so gnädig bist; / mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will dem HERRN singen, dass er so wohl an mir tut.

 

kurze Zusammenfassung der Predigt:

  • Wie gehen wir als Christen mit einer Situation um, wo uns nur noch zum Heulen ist?
  • Und wie helfen wir Mitchristen, die in solch einer Not stecken, damit recht umzugehen?
  • Welche Hilfe geben mir die Menschen der Bibel, wenn sie ihr Leid und ihre Not vor Gott ausklagen?
  1. Klage

    1. Klagen ist kein Mangel an Vertrauen oder Glauben.
      Die biblische Klage wendet sich an Gott. Als Kind Gottes darf  ich so sein wie mir zu mute ist.

    2. Wo Klage nicht sein darf, sie verdrängt oder oder überspielt wird, kann nicht nur ein Christ, sondern auch eine christliche Gemeinde „krank“ werden.

    3. Gottesfürchtige Menschen scheuen sich in den Psalmen in ihrer  ohnmächtigen Verzweiflung nicht, sogar Gott  anzuklagen. Hier gilt es nicht zu urteilen oder gar zu verurteilen.

    4. Die persönliche Betroffenheit braucht ein Ventil, damit das Notvolle in uns entweichen kann.

    5. Ich darf wütend sein auf die wirklichen oder scheinbaren „Feinde“ meiner Qualen. Egal ob die Feinde mich von außen oder von innen anfechten. Begegnen wir den zornigen Mitchristen damit, dass wir ihnen etwas Gutes tun.

  2. Von der Klage zum Bitten

    1. Mutiges, ja „unverschämtes“ Bitten ist erlaubt.

  3. Von der Klage zum Vertrauen

    1. Das Ausklagen vor Gott hilft nach einer Zeit des beharrlichen Ringens vor IHM, zu erkennen, dass Gott dennoch ein gnädiger (Ps 13,6), barmherziger und gütiger himmlischer Vater ist. ER ist auch Herr über meine Klage.

    2. Neues Vertrauen wächst durch Erinnerung an die Guttaten Gottes in meiner Vergangenheit und vielfach auch durch ehrliche Lebenszeugnisse von Mitchristen. Begleiten wir mit langem Atem Menschen im Tal der Tränen.

    3. In der Gemeinschaft der Kinder Gottes finden Christen, wie auch z.B. Asaph in Psalm 73 immer wieder zum Dennoch des Glaubens zurück. Das Schneckenhaus ist keine gute Behausung für notvolle Tage.

    4. Geduld tut uns Not“, um das Wunder zu erleben, dass wir Gottes Nähe neu erleben.

  4. Angebot von Mitchristen

    Gemeinsam unter den Augen Jesu die eigenen Nöte im Gebet auszuklagen und  erwarten, dass der Tröster, der Heilige Geist, sie mit „unaussprechlichem Seufzen“ vor Gott vertritt.