< Wort zum Monat September
Sonntag, 01. Oktober 17 um 00:00 Alter: 19 Tag(e)
Kategorie: Wort zum Monat
Von: Ingrid Bouecke

Wort zum Monat Oktober

Gedanken zur Bibelstelle Lukas 15,10

Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut. (Lukas 15,10)

Wie stellst du dir den Himmel vor? Die Bibel macht wunderbare Aussagen darüber, was uns einmal erwartet: kein Leid, keine Tränen - keine Machtkämpfe - kein reich, kein arm - die Letzten werden die Ersten sein - Jesus hat uns dort eine Wohnung bereitet - wie auch immer es sein mag, wir werden uns wiedererkennen – es werden alle Nationalitäten dort zusammenleben – der Himmel, ein Ort des Friedens, ein Ort der Freude, voller Lobpreis.

Als Gott die Welt geschaffen hat, fand er sie, so lesen wir es in der Bibel, sehr gut! So sollte sie sein, seine Welt: Vollkommene Schönheit, voller Harmonie, eine Atmosphäre der Freude. Der Sündenfall hat etwas anderes daraus gemacht. Nicht nur aus den Menschen, sondern auch allgemein aus der Schöpfung. Das ist uns täglich vor Augen. Der Weg zum Paradies ist seitdem verschlossen. Nur über Jesus gibt es wieder eine offene Tür für den, der Buße tut und umkehrt von seinem Leben ohne Gott. Jesus hat alle Schuld ans Kreuz getragen und uns mit Gott versöhnt. Dennoch kämpfen wir als Erlöste immer noch mit der Sünde. Unser Alltagsblick bedarf stetig der Neuausrichtung auf den offenen Himmel, unter dem wir leben. Wir verstricken uns in Schuld. Wir werden eingefangen von dem Trott des Tages, von den Sorgen um Gesundheit, Arbeitsplatz, Kindererziehung. Was für ein Geschenk, wenn wir es dann zulassen, vom Heiligen Geist angerührt zu werden und wir die Chance nutzen, unser Herz neu auszurichten auf den offenen Himmel, unter dem wir durch Jesus leben dürfen. Er hat uns erlöst, befreit von Lebenslasten und zieht uns ans Vaterherz Gottes, in das Reich, in dem Freudenfeste gefeiert werden, weil Sünde überwunden wurde! Wer das erlebt hat, wer von Schuld befreit wurde, wem Sünde vergeben wurde, wer Lasten ablegen durfte, der kann etwas von der Freude, die im Himmel ist, erahnen.

Jesus hat in der Zeit seines Wirkens hier auf der Erde anhand von Beispielgeschichten immer wieder versucht deutlich zu machen, dass im „Himmelreich“ Gottes Liebe zu allen Menschen gleich und seine Sehnsucht nach Gemeinschaft mit ihnen groß ist. Den Pharisäern und Schriftgelehrten war diese Sicht- und Lebensweise Jesu ein Dorn im Auge.

Doch Jesus nutzt viele Begegnungen mit ihnen, um ihnen den Unterschied von der Gebundenheit an das Gesetz und der Freiheit eines Gotteskindes deutlich zu machen.

In Lukas 15 erzählt Jesus den Pharisäern gleich zwei Gleichnisse, die mit unserem Monatsvers abschließen und dann überleiten zu der wunderbaren Geschichte von dem Vater und seinen beiden Söhnen. In allen drei Gleichnissen ist Wichtiges verloren gegangen. Danach wird eifrig gesucht und als es gefunden ist, ausschweifend gefeiert. Jesus stellt hier die Freude in den Vordergrund, über das, was verloren war und wiedergefunden wurde. Das ist Grund genug, um ein Freudenfest zu feiern. Er zieht die Parallele zum Vater im Himmel, der seine Kinder verloren hat und sie sucht und Ausschau hält, dass sie umkehren zu ihm. Dann ist Freude im Himmel. Die Engel feiern ein Fest. Ein Willkommensfest im Vaterhaus Gottes.

Gott hat den Menschen die Freiheit gelassen, ihren eigenen Weg zu gehen. Aber er hat ihnen durch Jesus einen Weg zurück zum Vaterhaus frei gemacht. Dort steht die Tür für alle offen, die nach ihm suchen und darum von ihrem Lebensweg umkehren zu Jesus und bei ihm alle Schuld abladen. Neues Leben kann beginnen.

Immer, wenn Menschen bezeugen, dass ihr Leben neu geworden ist durch Jesus Christus, ist das ein Fest, das eine Freude zum Inhalt hat, die Ewigkeitswert hat, weil es Himmel und Erde miteinander verbindet. Das erleben wir z. B., wenn wir das Abendmahl miteinander feiern. Hier erinnern uns Brot und Kelch an unsere Umkehr und die Vergebung unserer Schuld.

Noch deutlicher vor Augen haben wir es, wenn wir ein Tauffest feiern. Wenn Menschen öffentlich die Umkehr zu Gott mit ihren eigenen Worten  bekennen und sie dies durch die Taufe vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt bezeugen. Ich denke, ich stehe nicht allein mit dem Wunsch da, solche Feste öfter feiern zu können. Über die Freude im Himmel hinaus, sind sie auch für uns immer wieder ein Anlass, die Freude über den Wert der eigenen Umkehr zu Jesus neu zu erfassen und sichtbar werden zu lassen. Sie können uns eine Ermutigung sein, im Namen Jesu den Herzenswunsch Gottes aufzugreifen, nach den Verlorenen zu suchen und ihnen den Weg der Umkehr aufzuzeigen.

Gott hat alles getan, damit uns die Tür zum Vaterhaus wieder offen steht. Es ist sein Herzensanliegen, dass Menschen dort ankommen, heute schon, denn: Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut. Das drückt auch nachstehender Liedtext von der Jesus-Bruderschaft in Gnadenthal aus. Vielleicht ist dir die Melodie sogar noch im Ohr und du kannst es singen?                           

Ingrid Bouecke                                                                                  

 

Singt und tanzt und jubelt laut vor Freuden!
Gott, der Herr, läßt uns ein Fest bereiten.
Kommt herein, auch ihr seid eingeladen!
Kommt und laßt uns mit ihm fröhlich sein.

Reiß dich los und eile ins Vaterhaus!
Er, dein Vater, schaut schon längst nach dir aus.
(Refrain)

Er, dein Vater, will dir vergeben.
So beginnst du ein neues Leben.
(Refrain)

Niemals wird das Feiern zuende sein.
Nach der Fremde bist du ja nun daheim.
(Refrain)

 

 

 

 


 
Sie sind hier: Glauben (er)leben | Wort zum Monat